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Ausblick: Innovation in Deutschland 2012

Worauf es 2012 für deutsche Unternehmen in Sachen Innovation ankommt / Prognosen von Dr. Fabian Dömer, Deutschlandchef der Strategie- und Innovationsberatung Arthur D. Little

Germany, Düsseldorf - 16. Dezember 2011:

Welche Schwachstellen sehen Sie in der deutschen Industrie in Sachen Innovation?
Die deutsche Industrie zählt weiterhin zu den innovativsten weltweit. Gleichwohl sehen wir in einigen Bereichen Nachholbedarf.

  • Es mangelt an übergreifender funktionaler Zusammenarbeit, z.B. zwischen den klassischen Ingenieurbereichen und der IT;
  • Es gilt, die Umsetzungsgeschwindigkeit bis zur Produkt- bzw. Marktreife weiter zu beschleunigen;
  • Herausforderung ist die innovative Verknüpfung der technologischen Perspektive mit der kommerziellen, insbesondere zur Entwicklung neuer, innovativer Geschäftsmodelle;
  • Es mangelt an globaler, cross-funktionaler Zusammenarbeit  – sowohl innerbetrieblich als auch in Unternehmensnetzwerken / -partnerschaften – auch mit gänzlichen neuen Marktteilnehmern.

Welche wichtigen Trends sehen Sie in Sachen Smartization?
Smartization gewinnt in vielen Bereichen des privaten und wirtschaftlichen Lebens an Bedeutung und wird künftig zu dramatischen Veränderungen führen. Es sind längst nicht mehr nur die Telekommunikations- und Medien-Branche, die durch Smart-Devices gänzlich neue Services und Geschäftsmodelle realisieren, sondern es betrifft heute und in Zukunft fast alle Branchen, wie z.B. Mobility (z.B. „Connected Car“ oder intermodales Reisen); Energy & Utilities (z.B. Smart Meter & Smart Grid, virtuelle Kraftwerke) oder die Baubranche (z.B. Smart Home / Building).

Worauf kommt es dabei an?
Entscheidend ist hierbei die intelligente Verknüpfung der technischen Möglichkeiten mit einer nachhaltigen geschäftlichen Perspektive zu neuen „smarten“ Geschäftsmodellen, die bestehende Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsstrukturen ablösen bzw. stark verändern werden.

Welche Innovations-Trends sehen Sie für 2012 am deutschen Markt?
Für den deutschen Markt wird es 2012 wichtig werden, technologische Innovationsfähigkeit zusammen mit IT-Innovationen zu neuen, smarten Geschäftsmodellen zu bündeln. Deutschland ist traditionell stark im Technologiesektor. Dennoch verfügt das Land auch im IT Bereich – zumindest in einzelnen Teilbereichen jenseits von SAP – über ausgewiesene Expertise. Daher dürfte es für Deutschland 2012 erfolgskritisch werden, Technologie und IT zu „smarteren“ Produkten mit „smarten“ Geschäftsmodellen zu verbinden.

Welche Rolle spielt dabei das Thema Time-to-Market?
Für den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands ist es – bei aller technologischen Innovationsfähigkeit – insbesondere auch wichtig, Innovationen wesentlich schneller auf den Markt zu bringen. Hierzu sind deutlich effizientere Methoden zum Management von Innovationen notwendig. Erfolgreiche Beispiele hierfür sind z.B. IBMs „Innovation Jams“ oder auch andere Crowd-Sourcing Ansätze. Dabei werden in kürzester Zeit Innovationsideen vieler tausend Mitarbeitern und Ideengeber gesammelt, strukturiert, bewertet und priorisiert – was in der Regel zu deutlich besseren – und innovativeren – Ergebnissen führt als traditionelle Ansätze des Ideenmanagements.

Wie sieht die Verbindung von Smartization zum Thema IT und Cloud als Enabler aus?
Smartization steht für die Verbindung drei wesentlicher Kernelemente: „Klassische Technik“ mit innovativer IT und neuen Geschäftsmodellen. Die IT ist eine wichtige Grundlage für Smartization. Gleichwohl steht IT hierbei nicht für die IT im bisherigen Sinn, sondern für eine wesentlich „smartere“ und differenziertere IT. In diesem Kontext ist Cloud Computing nur ein Lösungsbaustein von vielen. Ein kohärentes, effektives Management der drei vorgenannten Kernelemente ist komplex aber erfolgskritisch für Unternehmen.

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Marion M. Sommerwerck
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