Arthur D. Little Autostudie: Kundeninteresse an alternativen Antrieben erheblich gestiegen
December 2018

Frankfurt, 17. Dezember, 2018 – Arthur D. Little veröffentlicht die Neuauflage der weltweiten Kundenstudie zu den automobilen Megatrends. Während 2015 die Nachfrage nach alternativen Antrieben verhalten war, zeigt sich inzwischen eine hohe Bereitschaft der Kunden, solche Angebote zu nutzen. Die Skepsis der Nutzer gegenüber dem Autonomen Fahren und Fahrerassistenzsystemen hat allerdings zugenommen. Die Automotive-Experten befragten über 8.000 Endkunden in 13 Ländern.

Insgesamt ist das Interesse an alternativen Antriebsformen stark gestiegen. Dabei werden leicht höhere Preise für alternative Antriebe inzwischen mehrheitlich akzeptiert. Der wichtigste Faktor, der Autofahrer zum Kauf eines Elektrofahrzeugs motiviert, ist der ökologische Aspekt: 41 Prozent der Autonutzer wollen einen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel leisten. Aber auch ökonomische Aspekte spielen eine wichtige Rolle beim Wandel der Mobilität. Staatliche Subventionen (39 Prozent) sowie niedrige Betriebskosten (29 Prozent) motivieren Autofahrer zum Wechsel.

Entscheidend für das gestiegene Interesse an alternativen Antrieben sind auch Verbesserungen, die auf Herstellerseite erfolgt sind. Die begrenzte Reichweite wird lediglich von 39 Prozent der Befragten als Hindernis angegeben. Nur 13 Prozent empfinden die Modelle als zu unattraktiv. Der Preis wird von 51 Prozent der Nutzer als Hindernis betrachtet. Kritisch betrachten Nutzer allerdings die als zu lang empfundenen Ladezeiten. Im Jahr 2015 stießen diese 41 Prozent der Befragten auf, dieses Mal waren es sogar 42 Prozent.

Autonomes Fahren: Öffentliche Diskussion schreckt Nutzer ab

Der Megatrend Autonomes Fahren verliert in der Gunst der Autofahrer hingegen deutlich. Nur noch 57 Prozent der Autonutzer weltweit können sich vorstellen, ein autonomes Fahrzeug zu nutzen. In der Vorgängerstudie waren es noch 64 Prozent. Studienautor Wolf-Dieter Hoppe betont: „Die Technologie hat durch Unfälle in der jüngeren Vergangenheit deutlich an Popularität eingebüßt. Wie in der Studie 2015 ist auch in der Neuauflage die Nutzung der Daten ein entscheidender Kritikpunkt am selbstfahrenden Fahrzeug.“

Fahrzeugbesitz bleibt wichtig

Carsharing-Services und Fahrdienste werden vor allem in den städtischen Verdichtungsräumen eine wichtige Rolle spielen. Die Analyse zeigt aber, dass das Privatfahrzeugnis auch in Zukunft große Bedeutung haben wird. Autor Klaus Schmitz betont: „Es ist eindeutig, dass das Auto als Prestigeobjekt relevant bleibt. Zwar sind jüngere Kunden per se offener gegenüber der Nutzung von Carsharing, das eigene Auto bleibt aber für die Mehrheit wichtig.“

Der Trend zum Carsharing hat in den letzten Jahren tendenziell sogar an Popularität eingebüßt. Weltweit bekannten sich lediglich 23 Prozent als starke Anhänger der neuen Mobilität, 2015 stand noch ein Viertel der Nutzer hinter der Idee.

Mehr Informationen: www.adl.com/FOAM

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